Benchmarkunabhängig investieren mit KI und Fundamentalanalyse #97 mit Dr. Jan Viebig

Shownotes

Künstliche Intelligenz verändert den Investmentprozess – doch die Verantwortung für Anlageentscheidungen bleibt beim Menschen. Im 97. Hedgework-Talk spricht Uwe Lill mit Prof. Dr. Jan Viebig, Gründer und CIO von JVInvest, darüber, wie sich klassische Fundamentalanalyse, datenbasierte Modelle und künstliche Intelligenz zu einer benchmarkunabhängigen Anlagestrategie verbinden lassen.

Viebig erläutert, warum langfristiger Vermögensaufbau ein grundlegendes Verständnis von Aktien, Anleihen und alternativen Investments voraussetzt, weshalb Diversifikation nicht mit einer beliebig hohen Zahl an Einzeltiteln gleichzusetzen ist und woran sich Unternehmen erkennen lassen, die nachhaltig Wert schaffen. Außerdem erklärt er, wie mehrere Machine-Learning-Modelle Aktien filtern, welche Bedeutung erklärbare Modelle und der sogenannte Human-in-the-Loop-Ansatz haben und warum die finale Investmententscheidung nicht an eine Maschine delegiert werden sollte.

Im Gespräch zeigt Viebig, wie er das Risiko seiner Fonds über klar definierte Zielvolatilitäten steuert und in herausfordernden Marktphasen durch De-Leveraging reduziert. Mit Blick auf die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und das Schiller-KGV spricht er über langfristig gedämpfte Renditeerwartungen, die Chancen einer gezielten Aktien-, Sektor- und Länderauswahl sowie die Frage, wie sich mit einem niedrigeren Risiko dennoch attraktive Renditen erzielen lassen. Für Anleger, so Viebig, kommt es dabei vor allem auf eines an: Finanzbildung, Geduld und ein konsequentes Risikomanagement.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu Hedgework, der Kommunikationsplattform rund um alternative digitale und nachhaltige Investments.

00:00:11: Hedge work ist eine Marke der GFD Finanzkommunikation.

00:00:21: Ich begrüße Sie meine lieben Hedgeworkerinnen und Hedgeworkers, liebe Zuhörerinnen!

00:00:26: Liebe Zuhöre zum sieben-und neunzigsten HedgeWork Talk.

00:00:31: Ich habe heute einen sehr prominenten Gast, ein Gast auf neuen Wegen.

00:00:37: Professor Dr.

00:00:38: Jan Fiebig ganz vielen natürlich in der Finanzindustrie bestens bekannt für die, die nicht so gut kennen.

00:00:45: drei Takte zu ihm.

00:00:46: Herr Dr.

00:00:47: Fiebig ist seit Jahrzehnten ein bekannter Akteur an den Finanzmarkten und in den vergangenen sieben Jahren waren Sie Herr Fiebieg Global Co-Chief Investment Officer der Otto BHF Gruppe.

00:00:59: vorher haben wir beide uns auch wahrgenommen in ganz vielen verschiedenen Unternehmen der Asset Management und Research Industrie.

00:01:09: Ich glaube, es geht zurück bis auf DWS!

00:01:11: Wenn ich mich recht entsinne, das muss so um zwei tausend drei rum gewesen sein.

00:01:15: Ja sie sind regelmäßige Kommentator zu makro ökonomischen strategischem Kapitalmarkt Themen also auch in der Presse sehr prominent und den Professor haben Sie auch noch gemacht und da üben sie auch noch Lehrtätigkeiten aus.

00:01:28: Und heute Heute sind sie hier als Geschäftsführer des von Ihnen gegründeter von ihnen gekründeten Investment boutique JV Invest Partners die zusammen mit Hansa investieren und Aramea zwei eigene Fonds aufgelegt haben, wo sie Advisors sind.

00:01:46: Es ist der Phoebic Moderate Return und der Phoebic Balanced Return.

00:01:51: Herzlich willkommen in unserem Podcast!

00:01:54: Herzlichen Dank für Ihre nette Einladung Herr Glill.

00:01:57: Aber sehr, sehr gerne.

00:01:58: wir sind sehr gespannt jetzt auf das Gespräch, dass kommt.

00:02:01: aber lassen Sie uns mal mit Literatur beginnen?

00:02:04: Sie haben ein Buch geschrieben Ein kleines Vermögen für alle.

00:02:11: Ich darf es mal kurz zeigen, wie sieht sie denn dazu gekommen?

00:02:15: Sie sind doch Experte in den filigransten Verästelungen des Kapitalmarkts und das ist ja so ein Basicbuch Schritt-für-Schritt zu finanzieller Unabhängigkeit.

00:02:26: Na Lille!

00:02:26: Das liegt daran.

00:02:27: Sie wissen sich habe drei Kinder und ich hab festgestellt wenn Kinder die Schule verlassen dann wissen sie oftmals gar nicht was in Aktien schon gar nichts in Anleihen Und überhaupt nicht, was sind alternative Investments?

00:02:40: Ich habe mir die Mühe gemacht einfach verständlich zu erklären.

00:02:44: Was in Aktien sind, was Anleihen sind und was Alternative Investments sind.

00:02:48: denn ich glaube wenn man nicht über diese Fähigkeit und nicht eine grundlegendes Wissen von Finanzbildung hat dann kann man ganz wichtiges Freiheitsrecht ausüben nämlich selbstbestimmt über sein Leben zu bestimmen.

00:03:01: und deswegen habe ich dieses Buch geschrieben hoffentlich gut verständig

00:03:05: Sehr, sehr gut.

00:03:06: Also ich werde es lesen!

00:03:07: Ja vielen Dank.

00:03:08: und ja was ist denn so die Haupterkenntnis für Leserinnen und Lesern dieses Buches?

00:03:13: Wenn Sie das durch haben, was für drei Themen oder Erkenntnisse sollten sie im Kopf haben?

00:03:19: Ich möchte mal ein Leser eigentlich vier verschiedene Dinge vermitteln.

00:03:23: Das erste was ich gerne möchte ist dass Leser- und Leserrennen verstehen was sind Aktien, was sind Anleihen und wie kann man die bewerten.

00:03:31: Und dahinter stecken wirklich guter Rat, dass man nur in das investieren sollte was man noch wirklich gut versteht.

00:03:36: Das zweite ist auch ein guter rat und sehr lautet nämlich dass man langfristig investieren soll.

00:03:42: Nur wenn man langfristig investiert dann kann man vom Zinn des Tins einen Effekt profitieren und zudem singt das Risiko mit der Dauer der Zeit.

00:03:53: Wenn man zum Beispiel über ein Jahr investiert hat man ein Risikort, das man mit twenty fünf Prozent Geld verliert.

00:03:58: Wenn man aber zehn Jahre investiert, dann ist das Verlustrisiko nur noch vier Prozent.

00:04:02: Und wenn Sie Herr Lill gar über fünfzehn Jahre investieren?

00:04:05: Man ist das Risiko, dass Sie Geld mit einem diversizierten Portfolio verlieren?

00:04:09: Nein zu null!

00:04:11: Zumindest über die letzten seit neunzehntneinzig, wenn sie den MCI-Work nehmen.

00:04:16: Das Dritte was ich leser und nur leserin wirklich sehr... gut vermitteln möchte, ist auch wieder ein Rat.

00:04:21: Und der Rat lautet man kann nur dann eine Rendite über den risikolosen Zinssatz erzielen, da man Risiken eingeht und das bedeutet natürlich dass man verstehen muss was Risiken sind.

00:04:33: wie bemisst man Risiko?

00:04:35: Wie steuert man Risico?

00:04:37: Und ganz zum Schluss wird sie ja freuen, dass Sie sich mit dem Thematik sehr gut auskennen.

00:04:41: Herr Le Ich möchte den Lesern der Leserinnen auch erklären, was sind alternative Investments?

00:04:46: Wofür setzt man sie ein und für wen sind Sie geeignet.

00:04:49: Und wenn verwenden Sie weniger geeignete.

00:04:51: Das sind so die ganz großen vier Themen in diesem Buch.

00:04:54: Wenn Sie es gelesen haben, hoffentlich ja erlesen das Ihrer Kinder dann wissen wir mich ganz genau wie man sein Geld langfristig selbstbestimmt anlegt.

00:05:03: Also ich drücke Ihnen die Daumen, dass hunderttausende von Bestellungen eingehen werden und jeder Kultursminister als Pflichtlektüre aufnehmen wird.

00:05:14: Da haben wir noch einen weiten Weg, aber da wollen wir zusammen hin.

00:05:16: Aber jetzt lassen Sie uns eine Brücke schlagen von Ihrer Literatur zu den neuen Produkten!

00:05:21: Das ist ja sehr spannend, dass sie eigene Produkte machen.

00:05:24: Als Unternehmer beraten Sie jetzt die Aramea Asset Management bei dem Produkt Fibic Moderate Return und Fibik Balance Return.

00:05:33: Die sind relativ frisch und wenn man die Pressemitteilungen liest, die herausgegeben wurde zum Launch ihre Produkte Steht.

00:05:41: dahinter verbirgt sich eine Benchmark unabhängige globale Aktienstrategie, die klassische Fundamentalanalyse mit Datenbasierten Modellen und künstliche Intelligenz verbindet.

00:05:53: Da würde ich doch sagen, wir schauen uns jetzt mal an und testen jeden einzelnen dieser Begriffe ab.

00:06:00: Und ich bitte Sie zu erklären was das in Ihrem Form macht, tut oder soll?

00:06:04: Also erstmal sie haben Benchmark unabhängig gewählt.

00:06:07: Warum?

00:06:07: alle mögen sich gerne mit Benchmarks vergleichen um zu zeigen dass die besser sind.

00:06:13: Ich glaube der erste Punkt ist einfach, dass man das Risiko richtig steuert und ich habe mir nicht vorgenommen, da ist eine Benchmarschlage Sondern das sind bestimmte Risiko-Niveau-Einhalter.

00:06:21: Und ich habe mir vorgegeben, dass das erste ist der bei dem ersten Forster des Risikos schon vier und acht Prozent Volatilität erliegen.

00:06:30: Und damit möchte ich keine Benchmark nachbilden sondern ich möchte konstant niedrigeres Risiko haben als Benchmarksmaschen.

00:06:37: Aktienbenchmark hat ein Risiko von siebzehn Prozent über ganz lange Zeiträume.

00:06:41: oder will ich weit aus weniger Risiko eingehen?

00:06:43: Und der zweite Fonds, der wird ein Risiko haben von acht bis zwölf Prozent.

00:06:47: Also auch ein niedrigeres Risiko als der breite Akzent-Benschmark.

00:06:51: und deswegen gebe ich mir einen Risikonniveau vor weil dieser Fonds für Familyoffice wohlhabende Kunden und Kunden die langfristig investieren wollen und eine Verstetigung der Renditen wünschen und gleichzeitig wünsche das im vernünftigen Ausgleich für Inflation bekommen Auch ein großes Bedürfnis haben für Risiko und Vermögensschutz.

00:07:17: Und für solche Kunden sind diese beiden Fonds hoffentlich gut geeignet.

00:07:21: Das hoffe ich auch!

00:07:24: Sie haben das Universum der globalen Aktien sich ausgewählt, also ist da alles von Small Cap bis Large Cap?

00:07:31: Also gibt es das gesamte Aktienuniversum?

00:07:35: Wir werden gleich darüber sprechen, dass wir zum Teil auch künstliche Intelligenzeinsätze um mich beraten zu lassen.

00:07:42: Das ist das eine und da braucht man möglichst großes Universum, damit man durchleuchten kann.

00:07:47: Der zweite Punkt ist es gibt wahrscheinlich in der Finanzliteratur keinen besseren Grund als Diversifikation.

00:07:54: Das heißt, dass man über Sektoren, über Länder, über Stile streuen sollte.

00:07:59: oder macht es natürlich Sinn sich ein möglichst breites Universum anzusehen diese Diversifikations-Effekte auch sinnvoll nutzen zu können.

00:08:09: Das hört aber auch schon.

00:08:10: zur Frage einfach, wie viele Titel wollen Sie denn halten pro Fonds?

00:08:17: Also im Bezug auf Diversification jetzt auch haben sie da sich so einen Rahmen gesetzt?

00:08:25: Da habe ich mir einen sehr klaren Rahmen gesätzt und es gibt das für zwei Gründe.

00:08:29: Typisch weiß ich möchte nicht mehr als dreißig bis fünfzig Titel haben Und der Grund ist einfach da.

00:08:34: Dafür ist es einfach, wenn Sie Diversifikation wünschen, dann sollen sie über verschiedene Ländersektoren und so weiter streuen.

00:08:42: Aber wenn Sie dreißig Titel in Portfolio haben und einen Dreißigen hinzufügen, das ist der Vorteil, dass die Diversification kommt.

00:08:49: Das ganz kleine Grund.

00:08:52: Und der zweite Grund ist, ich bin absoluter Anhänger von Ron Buffett und er hat mal gesagt man soll verstehen was man investiert.

00:08:59: Und schauen Sie wenn jemand fünfzig bis hundert Aktien im Portfolio hat können sie sehr sicher sein dass er nicht mehr gut versteht was sind die Risiken des einzelnen Investments?

00:09:08: Und deswegen sage ich mit ungefähr dreißig vielleicht ein bisschen mehr Titeln bin ich sehr sehr gut aufgestellt.

00:09:16: Das klingt sehr vernünftig.

00:09:18: Sie haben gewählt die klassische Fundamentalanalyse.

00:09:22: Was begeistert sie so an der klassischen Fundamentalanalyse?

00:09:26: Glaub einfach, ein ganz einfacher Satz macht immer Sinn!

00:09:29: Sie sollen in Unternehmen investieren, die Werte schaffen für Anleger.

00:09:33: und das bedeutet dass wenn sie im Eigenkapitalmodell sich angucken, dass die Return on Equity größer sein muss als der Cost of Equity Und wenn Sie ein Unternehmensmodell sich angucken, dann muss der Ritone On Invested Capital größer sein als die Wade Average Cost of Capital.

00:09:48: Das ist der grundsätzlichste Voraussetzung und deswegen sage ich möchte nur dann in Unternehmen investieren Wenn ich davon ausgehen kann dass sie Werte schaffen möglichst noch stark wachsen hohe Profitmarschen aufweisen vernünftige Verschuldung haben.

00:10:04: das sind Punkte glaube ich die langfristig sehr viel Sinn machen.

00:10:09: Also da fällt mir auch gleich eine Zwischenfrage wieder ein.

00:10:12: Wie stehen Sie denn dann zu dem momentanen Hype Sektor der KI-Aktien, also der gesamte Wertschöpfungszyklus bis zu NVIDIA und allen anderen die jetzt gigantische Anleihen aufnehmen?

00:10:27: Würden sie bei Ihnen durchfallen in der klassischen Fundamentalanalyse?

00:10:32: Genau!

00:10:33: Da setzt man dann der fundamentale Analyse an und kommt dann glaube ich zu dem Ergebnis dass bestimmte Aktien im KI-Bereich vernünftig bewertet sind und andere Aktien abstoßbewertet sind.

00:10:45: Und genau dafür nutzt man Künstliche Intelligenz, ich glaube auch mal nicht das wir per se eine KI Blase haben.

00:10:52: Warum?

00:10:53: Ich glaube KI war ein unheimlichen Einfluss haben wie wir leben, wie wir arbeiten.

00:11:00: Es gibt einen Nobelpreisträger der den Nord-Beltreis in Chemie bekommen hat.

00:11:07: Die künstliche Intelligenz wird ein Einfluss auf unser Leben haben, das wird zehnmal so groß sein wie die Industrie der Revolution und zehnmal schneller gehen.

00:11:16: Und deswegen glaube ich dass eine unheimliche Disruption geben wird und eine unheimliche Veränderung geben wird.

00:11:21: Deswegen glaube ich muss man sehr genau hinschauen mit einer guten Fundamentalanalyse indem man die Perne herausfischt und die Unternehmen die abstrus bewährte sind möglichst im Portfolio vermeidert.

00:11:33: Das klingt auch sehr vernünftig, da kommen wir sozusagen bei der Definition ihrer Strategie.

00:11:40: ja zu dem Punkt Datenbasierte Modelle.

00:11:43: Also welche Rolle spielen diese Daten basierten Modelle denn bei ihnen und ihren Fonds?

00:11:49: Nun ich glaube dass man heute Informationen besser auswerten kann als wenn das früher rein als Mensch gemacht hat Und deswegen glaube ich, dass man künstliche Intelligenz und andere quantitative Methoden einsetzen sollte um sich zu beraten.

00:12:04: Die Entscheidung aber die muss immer beim Menschen liegen.

00:12:06: das ist der erste Grundsatz.

00:12:08: Das bleibt mein human in the loop so ein schöner Satz, der aus der Physik kommt.

00:12:11: Ich mag den ganz gerne weil er genau das sagt was ich glaube Man soll die Modelle zusammen mit dem Maschinen trainieren und verstehen und dann soll man sich beraten lassen.

00:12:21: Aber die Entscheidung die soll beim Menschen legen.

00:12:23: das ist das erste Grundschatz Und deswegen setze ich Modelle der künstlichen Intelligenz ein, um Aktien herauszufildern.

00:12:31: Das ist das erste Punkt.

00:12:32: Danach kommt dann der zweite Punkt, dass diese Aktien selber analysieren und bewährte anhand von dem Framework den nennt man FreeCastSlowToTheFirmModell.

00:12:42: Und danach kommt natürlich hoffentlich ausgefeilte Risikoanalyse, wie man die Risiken steuert.

00:12:49: in allen diesen Teilen verwende ich künstliche Intelligenzen.

00:12:52: aber eins ist wirklich mal ganz sicher Die letztendliche Entscheidung liegt immer bei mir.

00:12:57: Also da wird Herr Professor Febige aufs Knöpfchen drücken und den Befehl geben kaufen oder es eben lassen, ja?

00:13:05: Genau so ist das!

00:13:05: Die letzte Entscheidung liegt bei mir.

00:13:08: Das ist schön.

00:13:08: und um es nochmal quasi herauszufiltern noch mal abzugrenzen von den Datenbasierten Modellen wo setzen Sie genau KI ein?

00:13:17: und vielleicht für die Profis was für KI setzen sie denn ein?

00:13:21: Genau, künstliche Intelligenz sind sehr unterschiedliche Dinge.

00:13:25: Künstlicher Intelligenz wie ich sie einsetze soll Strukturen lernen aus Daten sowie Menschen Dinge lernen aus Erfahrungen.

00:13:35: und was ich mache ist Ich setze sehr viele Daten ein insbesondere Fundamentaldaten von Unternehmen.

00:13:41: Das sind dann die Faktoren die das Modell einfließen.

00:13:45: Jetzt kommt etwas ganz Wichtiges und das machen glaube ich viele Anleger falsch.

00:13:50: Der nächste Schritt ist, was ganz einfach ist.

00:13:52: Dass man darauf einandt und achtet, dass man kein Look ahead by es hat und das man versteht.

00:13:57: Mit lookaheadbyes meine ich.

00:13:59: Das man aufpassen muss!

00:14:00: Dass man nur solche Daten verwendet die auch wirklich verfügbar sind.

00:14:04: Ich gebe mal ein einfaches Beispiel.

00:14:06: Microsoft berichtet zum Drei-Szen-Sechs, die Daten sind aber typischerweise erst einen Monat später, typischweise zum Dreißensebben verfügbar und das muss man halt sehr gut aufpassen, dass man die Daten richtig verwendet.

00:14:18: Dafür braucht man übrigens noch immer noch Menschen!

00:14:21: Der nächste Punkt ist... Modelle der Künste Intelligenz werden oftmals zur Black Box und ich glaube die müssen erklärbar bleiben.

00:14:29: Da gibt es verschiedene technische Verfahren, das nennt man dann Shapely Values oder Feature Importants aber ist immer das gleiche.

00:14:36: Man muss verstehen was die Modelle aussagen.

00:14:38: so jetzt kommen diese Modelle und da kommt es darauf an dass man nicht ein Modell nimmt.

00:14:43: sie haben nach den Modellen gefragt sondern ich verwende mindestens fünf sechs verschiedene Modelle für all das was ich tue.

00:14:50: Und das sind dann verschiedene modelle des maschinellen Lernens die unterschiedlich geeignet sind, Zusammenhänge zu Lernen aus Daten.

00:14:59: Und dann zum Schluss füge ich die Zusammensuche über ein Algorithmus und Versucher, die besten Modelle herauszufiltern – das nennt man dann Ensemble-Modell.

00:15:08: Es ist nix anderes als wenn man sagt nicht alle Modellen sind zu jeder Zeit gut!

00:15:12: Dann sollen diese Modelle mir Ratschläge geben für Aktien.

00:15:16: Die sollen also diese Aktien, die sie analysiert haben, renken in Unternehmen, dass eine Hohenscore hat Die gucke ich mir an und überlege, ob ich die in mein Portfolio aufnehme.

00:15:26: Und Unternehmen, die einen sehr schlechten Score haben, da überlege ich mir, die werde ich sicherlich vermeiden.

00:15:33: In bestimmten Phasen werde ich diese sogar short gehen über sogenannte Total Return Swaps.

00:15:38: Das Risiko von dem Vorhalt vernünftig zu steuern.

00:15:42: Wunderbar!

00:15:44: Noch mal zusammengefasst in wenigen Sätzen Ihren Investmentprozess?

00:15:51: Einfach erklärt, ich setze künstliche Modelle ein um Aktien zu filtern.

00:15:57: Und dann schaue ich mir diese Aktien an mit Freakashlow to the form-Modelle und treffe diese Entscheidung selber.

00:16:03: und immer erledige ich hier und pass auf das Risiko auf.

00:16:08: einfach!

00:16:10: klingt einfach.

00:16:13: Ist einfach, da bin ich gespannt!

00:16:15: Sie haben ja die Zielvolatilitäten schon erwähnt.

00:16:18: beim Moderate-Produkt sind es vier bis acht Prozent bei dem Balance Produkt ist es acht bis zwölf Prozent.

00:16:25: das heißt also sie steuern ja vom Risiko her kommend.

00:16:30: nicht dass so richtig verstehe.

00:16:32: Wie messen Sie das Risiko, wie kontrollieren sie das?

00:16:36: Wie versuchen Sie diese Bandbreiten auch wirklich zu erreichen.

00:16:43: Vielleicht ganz zum Schluss, was zum Anfang sehr einfach ist.

00:16:46: Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass Leonhard Aschenbrenner passiert ist, der ein KI-Fonds verwaltet hat.

00:16:54: Was er gemacht hat, ist, er ist hergegangen und hat enormes Risiko eingegangen.

00:16:58: Da hat nicht nur ein enorm risikoreiche Aktien investiert, sondern er hat Leverage aufgebaut.

00:17:05: Seit der hast du... Er hat Fremdkapital aufgebaut und ist dadurch extremes Risiko angebaut.

00:17:09: Ist das Leveragen?

00:17:10: Ja,

00:17:11: letztendlich ist es Leveragenten.

00:17:13: So ich mache genau das Gegenteil.

00:17:15: Ich gehe her und die Leverager meine Aktien, ich gehe hier und investiere Teile mal des Vermögens, dass mir die Kunden anvertrauen in möglichst risikolose Anleihen.

00:17:27: Senke dadurch in bestimmten Phasen das Risiko des Fonds.

00:17:30: Das ist der erste, das zentrale Grundsatz des Deleverage.

00:17:33: Also genau das Gegenteil zu machen was andere gemacht haben die dann in einem Monat siebensechzig Prozent verloren haben.

00:17:39: Mein Ziel ist typischerweise pro Tag um die fünf Basispunkte zu verdienen und da eine gewisse Schwankung zu haben.

00:17:49: Das heißt, dass man ungefähr pro Tag eine Schwankung haben sollte zwischen den twenty-fünf Baspunkten und fünfzig Baspunken.

00:17:55: Und da achte ich jeden Tag darauf, dass dieses Schwankungsbreite eingehalten wird.

00:18:00: Wenn Aktienmärkte riskanter werden, dann gehe ich hier und senke dieses Risiko.

00:18:06: Dazu nutze ich verschiedene Methoden.

00:18:08: einmal da nutze ich Methoden der künstlichen Intelligenz, um zu verstehen was sind die modell spezifischen Risiken, die ich habe und auf der anderen Seite nutze sich einfach ganz normale klassische Multifaktomodelle.

00:18:19: Um das Risiko des Portfolios zu steuern.

00:18:24: Sie hatten mir dank Dankenswerter Weiß auch eine halbe Präsentation vor abgeschickt, die Ich mir da durchlesen konnte.

00:18:31: Darauf in diesen Präsensation haben sie auf Schiller referiert und sind sozusagen auch dahin gekommen, dass wir momentan eine Phase haben wo das Risiko relativ hoch ist wenn man sich dieses Schiller KGV anschaut und damit sozusagen auch die Wahrscheinlichkeit einer renditen Erziehung entsprechend gesunken ist.

00:18:57: Sehen Sie denn für die kommenden Jahre ich will sie da jetzt nicht auf Zahlen fest nageln also aber was ist realistisch mit ihren beiden Produkten?

00:19:05: Wenn Anleger langfristig diese Produkte halten.

00:19:08: Was erwarten Sie, müssten die Produkte eigentlich an Rentite liefern können?

00:19:14: Genau!

00:19:14: Also fangen wir mal mit der Schiller Ratio an.

00:19:17: Eigentlich steckt doch da die Frage dahinter warum gehe ich hier und lege Fonds auf den relativ niedriges Risiko haben.

00:19:25: Warum gehe ich nicht her und leger einfach jetzt in dieser Phase Fonds aus dem extrem hohes Risiko habe.

00:19:30: Und der Grund dafür ist relativ einfach.

00:19:31: Ich glaube es gibt zwei Punkte.

00:19:34: einen da zu mahnen, ein bisschen vorsichtiger zu sein und das eine haben sie schon völlig richtig angesprochen ist die Schiller PI.

00:19:41: Die Schiller PIE liegt momentan bei über vierzig.

00:19:45: Sehr hoch!

00:19:48: Zutrückster Wert seit Aufzeichnung oder?

00:19:51: Genau, seit dem macht das der Herr Schiller, gab es weniger als einen Prozent der Zeiten in dem dieser Ressour so hoch ist.

00:20:02: Jetzt muss man aber aufpassen was das bedeutet?

00:20:04: Das bedeutet nicht und das hier ihre Frage was sind die Renditen, das bedeutet nicht dass wir daraus schließen können, dass Merkel jetzt unbedingt sofort einbrechen.

00:20:13: Das kann man nicht aus einer hohen Bewertung schließen, denn sehr teure Aktien können immer noch teurer werden und sehr billige Aktien immer noch billiger werden.

00:20:21: Diesen Zusammenhang gibt es kurzfristig nicht aber einen Zusammenhang und darauf hat Schiller sein Nobelpreis bekommen wird.

00:20:27: einfach gesagt wenn Aktien sehr hoch bewertet sind dann ist die zukünftige Rendite viel niedriger als wenn Aktie sehr billig sind.

00:20:37: Wenn zum Beispiel Aktien im niedrigsten Deziel sind, dann erzielt man eine Rendite von knapp zwölf Prozent real nach Inflation.

00:20:45: Man in diesem jetzigen Periode ist, man erziert mal mit Aktien über die nächsten zehn Jahre also über einen langfristigen Zeitraum nur noch drei Komma vier Prozent und momentan sind wir halt nicht nur im teuersten Deziel sondern auch noch da am extremen Rand.

00:20:59: so und deswegen sage ich macht es im momentan Sinn, nicht nur auf das Beta zu setzen sondern auch noch andere Rensidenquellen hinzuzufügen zum Beispiel die Aktienauswahl, die Sektorauswahl und so weiter.

00:21:12: Und ich glaube wenn man langfristig jetzt schaut dann sollte man so ungefähr mit Aktien ungefähr der Rendite nominal von sechs, sieben Prozent vielleicht über die nächsten zehn Jahre erwirtschaftet aber nicht mehr neun Prozent.

00:21:28: So und wenn ich's mit meinem Fonds schaffe der Rendite in dieser Größenordnung zu erzielen bei einem viel, viel niedrigen Risiko.

00:21:35: Und zwar dann wenn Aktienmärkte stark einbrechen und irgendwann brechen merkt auch mal wieder ein.

00:21:41: Dann erzähle ich für meine Anleger den Präferenz haben Für Risikofermeidung eine anständige Rendite pro Risiko Einheit und das ist das Ziel langfristig halt In diesem Bereich sechs sieben Prozent mit dem Portfolio dass ne niedriger Wurde Artilität zu erzielen.

00:22:00: Ich glaube, das sind auch ungefähr die Rendite, die man von Aktien jetzt sehr langfristig erwarten kann.

00:22:05: Du halt mit niederem Risiko!

00:22:08: Liebe Herr Professor Fiebig, das war ein wunderschönes Schlusswort.

00:22:11: Ich würde gerne mit Ihnen – ich lade Sie ein auf einen nächsten Hedgework Talk im nächsten halben Jahr – in diese KI-Thematik noch mal viel tiefer einsteigen wie den Machine Learning.

00:22:24: Da bleibt uns heute die Zeit nicht dazu.

00:22:26: Ich glaube, es hat einen wunderbaren Überblick gegeben was sie tun wie Sie's tun.

00:22:31: Wünsche Ihnen natürlich alles Gute viel Glück und wir werden uns auf jeden Fall hier in diesem Format wieder begegnen und würde gerne den Dialog mit ihnen dann auch fortsetzen.

00:22:42: Vielen Dank Herr Dr.

00:22:43: Fiebig.

00:22:44: Herzlichen Dank!

00:22:45: Hat sich wieder wie immer Spaß gemacht.

00:22:47: Danke.

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